Beschlussvorlage Stadt Burg Stargard - 00SV/26/019

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Die Stadtvertretung beschließt:

 

1. Die Neubeschaffung eines Trägerfahrzeugs (Unimog U427) im Rahmen eines Leasings sowie die Übernahme der vorhandenen Anbaugeräte zu einem Preis von 34.783,40 €.

 

2. Die öffentliche Ausschreibung und Durchführung eines entsprechenden Vergabeverfahrens zur Beschaffung eines Leasingfahrzeugs (Unimog U427) nach UVgO durch die Verwaltung.

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Sachverhalt

Der derzeit geleaste Unimog weist wiederkehrende Probleme im Bereich des Getriebes auf. Trotz eingehender Prüfungen durch den Leasinggeber konnte bislang kein eindeutiger technischer Defekt festgestellt werden. Ein Bedienfehler wurde ausgeschlossen. Eine abschließende Lösung steht derzeit noch aus.

Im praktischen Einsatz treten weiterhin Funktionsstörungen auf. So wurde festgestellt, dass beim Einlegen des Rückwärtsgangs das Fahrzeug zunächst kurz nach vorne ruckt. Hierdurch besteht insbesondere bei Arbeiten wie der Bankettmahd die Gefahr, dass Hindernisse (z. B. Verkehrszeichen) beschädigt werden. Zudem erfolgen Gangwechsel teilweise nicht ordnungsgemäß.

Vor diesem Hintergrund ist derzeit nicht gewährleistet, dass eine dauerhaft störungsfreie Nutzung des Fahrzeugs möglich ist. Darüber hinaus ist insbesondere aufgrund der intensiven Nutzung im Winterdienst künftig mit steigenden Reparaturkosten sowie einem erhöhten Verschleiß zu rechnen. Eine synoptische Gegenüberstellung der zu erwartenden Reparaturkosten ist als Anlage beigefügt.

Besonders zu berücksichtigen ist das finanzielle Risiko bei einer Übernahme des Fahrzeugs. Mit dem Kauf des derzeitigen Unimog (Typ U318; Kaufpreis 48.023,64 €) gehen sämtliche zukünftigen Instandhaltungs- und Reparaturkosten vollständig auf die Stadt über. Unabhängig von der aktuell ungeklärten Problematik ist bei einem Fahrzeug dieser Nutzungsklasse – insbesondere im Winterdienst und bei intensiver Ganzjahresnutzung – mit typischen, kostenintensiven Verschleiß- und Schadensbildern zu rechnen.

Hierzu zählen unter anderem:

  • Verschleiß und Defekte an hydraulischen Komponenten (z. B. Steuergeräte, Pumpen oder Leitungen)
  • Schäden an der Antriebstechnik (z. B. Achsen, Differentiale oder Kardanwellen)
  • erhöhter Verschleiß an Bremsanlage und Fahrwerk durch hohe Belastungen im Winterdienst
  • Korrosionsschäden durch Streusalzeinwirkung
  • Elektronik- und Steuerungsprobleme bei komplexer Fahrzeugtechnik und Anbaugeräten

Diese Schadensbilder können – je nach Umfang – Reparaturkosten im Bereich von mehreren tausend Euro und mehr pro Einzelmaßnahme verursachen. Aufgrund der intensiven Nutzung und des fortschreitenden Alters des Fahrzeugs ist zudem davon auszugehen, dass sich Reparaturhäufigkeit und -kosten über die Nutzungsdauer weiter erhöhen.

Die daraus resultierenden finanziellen Risiken sind im Falle eines Kaufs vollständig durch die Stadt zu tragen und nur eingeschränkt kalkulierbar.

Im Rahmen der Bewertung wurde festgestellt, dass ein leistungsstärkeres Trägerfahrzeug (Unimog U427) gegenüber dem derzeit eingesetzten Fahrzeugtyp (Unimog U318) deutliche Vorteile bietet. Der Unimog U427 verfügt über eine höhere Motorleistung sowie ein größeres zulässiges Gesamtgewicht, wodurch insbesondere bei Transportfahrten, dem Einsatz schwerer Anbaugeräte und im Winterdienst eine deutlich stabilere und effizientere Arbeitsweise möglich ist.

Gerade im Winterdienst ermöglicht das höhere Leistungsvermögen ein zuverlässigeres Arbeiten auch unter schwierigen Witterungsbedingungen, beispielsweise bei hoher Schneelast oder Steigungen. Zudem verbessert das höhere Eigengewicht in Kombination mit der stärkeren Motorisierung die Traktion und Fahrsicherheit.

Auch im Bereich der Ganzjahresnutzung ergeben sich Vorteile: Der Unimog U427 ist besser für den parallelen bzw. flexiblen Einsatz unterschiedlicher Anbaugeräte geeignet. Durch die höhere Leistungsreserve können mehrere Funktionen wirtschaftlicher abgedeckt werden, wodurch sich Einsatzzeiten reduzieren und Arbeitsabläufe optimieren lassen.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die derzeit eingeschränkte Auslastung des vorhandenen Fahrzeugs. Aufgrund hoher Umrüstzeiten zwischen Winterdiensttechnik und Pflegeeinsätzen (Winterdienst: jeweils ca. 2 Stunden für Montage und Demontage; Heckenpflege: jeweils ca. 1,5 Stunden für Montage und Demontage) wird das Fahrzeug nicht optimal genutzt. Beim Einsatz eines neuen Trägerfahrzeugs besteht die Möglichkeit, Teile der Winterdiensttechnik montiert zu belassen, wodurch die Umrüstzeiten insgesamt auf ca. 2 Stunden reduziert werden können. Dadurch kann eine deutlich effizientere Nutzung, insbesondere parallel zur Heckenpflege, erreicht werden.

Zusätzlich bietet der größere Fahrzeugtyp eine verbesserte Ergonomie und einen höheren Fahrkomfort für die Mitarbeiter, was sich insbesondere bei langen Einsatzzeiten positiv auswirkt und zur Arbeitssicherheit beiträgt.

Die vorhandenen Anbaugeräte können weiterhin genutzt werden, sodass lediglich das Trägerfahrzeug neu zu beschaffen wäre.

Vor dem Hintergrund der technischen Unsicherheiten des aktuellen Fahrzeugs, der zu erwartenden Folgekosten sowie der betrieblichen und wirtschaftlichen Vorteile wird seitens der Verwaltung empfohlen, Variante 2 (Neubeschaffung eines Leasingfahrzeugs) zu beschließen.

Eine Übersicht über die Entwicklung der Leasingkosten für den Unimog ist als Anlage beigefügt.

 

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rechtliche Grundlagen

KV M-V, GemHVO-Doppik, VgMinArbV M-V, Hauptsatzung der Stadt Burg Stargard

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Finanz. Auswirkung

Erwerb der Anbaugeräte über 11403.0710000 - ca. 35 T€

Leasingkosten für Unimog über 11403.56220000 - ca. 3,4 T€/Monat (bisher 2,4 T€/Monat) 

  - entsprechende Leasingkosten würden in den Folgejahren eingeplant -

 

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Anlagen

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